wERDEN_FRAUENBERG 2024

wERDEN_FRAUENBERG 2024
Kunstprojekt von Marina Stiegler

Am Frauenberg in Leibnitz wurden bei archäologischen Grabungen 17 historische Votivstatuetten in Form von stillenden Muttergöttinnen gefunden.
Im Zuge der Christianisierung wurden diese Votivgaben ihrer Antlitze beraubt, ihre Köpfe wurden teilweise abgeschlagen.
Die Statuetten sind Teil der Archäologischen Sammlung des Tempelmuseums am Frauenberg.

Die Künstlerin Marina Stiegler setzt sich mit der Abwesenheit dieser Köpfe auseinander und baut im Sommer 2024 einen Kreis aus Lehmköpfen, die eine Verbindung mit der Erde eingehen und mit Pflanzensamen angereichert werden.
Geplant ist eine vergängliche Kunstaktion zum ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens, die als Ehrerbietung an das weibliche Prinzip und die Göttin verstanden werden will.

Lehm ist Bau- und Lebensmaterial. Als Schöpfungsmaterial ist er Bestandteil von Mythen verschiedenster Kulturen.
In unseren Breitengraden ist Lehm im Außenbereich ohne Überdachung nicht dauerhaft beständig, kann aber Lebensgrundlage für Neues sein. In diesem Bewusstsein wird das Kunstwerk, für mindestens ein Jahr lang, der Witterung ausgesetzt und ist am Außenareal des Tempelmuseums ganzjährig besuchbar.

Die Objekte aus Lehm werden sich mit Wind und Wetter verändern.
Die Form darf sich mit der Zeit auflösen und Neues kann wERDEN.

Marina Stiegler wird von Mitte Juli bis Anfang August 2024 am Außenareal des Tempelmuseums tageweise und witterungsabhängig an den Lehmobjekten arbeiten.

Herzliche Einladung zur Einweihungsfeier!
WANN: Fr., 30.8.2024, 18:00 Uhr
WO: Tempelmuseum Frauenberg
Am Frauenberg 9, 8430 Leibnitz

Mit Dank an: